De facto.

Felix qui potuit rerum cognoscere causas.

Vermeiden Sie Liquiditätsnachteile im Bereich der Abgeltungsteuer

Für den Kapitalertragsteuerabzug werden seit 2009 Veräußerungsverluste und andere positive Kapitalerträge -bei jedem Kreditinstitut- ausgeglichen (§ 43a Abs. 3 Satz 2 EStG. Der nicht ausgeglichene Saldo im Verrechnungstopf wird auf das Folgejahr vorgetragen (§ 43a Abs. 3 Satz 3 EStG).

Hat der Steuerpflichtige bei einer anderen Bankverbindung positive Kapitalerträge, so ist die Regelung für ihn negativ. Der Verlust geht zwar nicht verloren, steht jedoch im laufenden Jahr nicht für eine Verrechnung mit anderen positiven Kapitalerträgen zur Verfügung.

Aus diesem Grunde sehen § 43a Abs. 3 Sätze 4 und 5 EStG eine Gestaltungsregelung vor. Demnach muss der Steuerpflichtige bis zum 15.12. des jeweiligen Jahres bei der Bank, bei der sich der Verlustverrechnungstopf befindet, einen Antrag auf Ausstellung einer entsprechenden Bescheinigung stellen. Mit dieser Bescheinigung wird dann im Rahmen der Veranlagung eine Verlustverrechnung durchgeführt.

Es ist daher umgehend zu prüfen, ob ggf. derartige Verlustverrechnungsmöglichkeiten vorliegen. In konkreten Anwendungsfällen kann der o.a. Antrag bei dem betroffenen Kreditinstitut formlos gestellt werden. Einzelne Kreditinstitute stellen für diesen Zweck bereits entsprechende Vordrucke zur Verfügung.

zurück zur vorherigen Seite